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Stadtprozelten

liegt im landschaftlich reizvollen offenen Maintal zwischen Spessart und Odenwald. Der Stadtteil Neuenbuch, seit 1978 eingemeindet, wird schön vom Wald umschlossen. Es ist eines der kleinsten Städte unserer Heimat, angeschmiegt an den 335 m hohen Kühlberg, der von der Ruine Henneburg gekrönt wird. Mit ihr verbindet sich die Entwicklung des Städtchens.

Der Deutsche Orden, der zwei Jahrhunderte die Ortsherrschaft ausübte, bekam 1355 von Kaiser Karl IV. für die Siedlung Prozelten die Stadtrechte verliehen.

Ein Wochenmarkt, die Befestigung des Ortes, die richterliche Gewalt der jeweiligen Komture über die Bewohner, dazu alle Stadtrechte die Gelnhausen hatte, waren darin gewährt worden.

Der Name Stadtprozelten wird gebräuchlich, im Gegensatz zum älteren Dorfprozelten.

1814 kam Stadtprozelten zu Bayern. Bis zum Jahre 1962 waren Amtsgericht, Notariat, Grundbuchamt und Polizei ansässig.

1972 wurde Stadtprozelten dem Landkreis Miltenberg angegliedert, und seit 01.05.1978 ist es Sitz der Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Altenbuch.

Die Geschichte von Stadtprozelten zeigt sich in den schönen Fachwerkhäusern und in dem historischen Rathaus aus dem Jahre 1520. Kunstgeschichtlich beachtenswert ist auch die alte Stadtpfarrkirche. Der untere Teil des Kirchturmes stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Sehenswert ist ein Fenster aus den Jahren um 1330 im Chor der Kirche.

Die Henneburg verleiht Stadtprozelten einen besonderen Reiz. Von ihr aus öffnet sich eine weite malerische Aussicht über die Ausläufer des Odenwaldes. Sie ist eine der größten und markantesten deutschen Burgruinen.

Die Burg, als romantische Ruine erhalten, wurde einst als "Burg Prozelten" von den Schenken von Clingenburg erbaut. Der mächtige Bergfried (Ende 12. Jahrhundert) ist der älteste Teil. Zu einer Wehrburg ausgebaut wurde die Burg vom Deutschen Orden, der im 14. und 15. Jahrhundert den östlichen und den westlichen Palas, den kleinen Bergfried, die Ringmauer mit ihren Türmen sowie den unterirdischen Wehrgang errichten ließ.

Seit dem 15. Jahrhundert war die Burg mainzischer Verwaltungssitz.

Der Name Henneburg erscheint erst Mitte des 19. Jahrhunderts.

König Ludwig I. von Bayern verdanken wir es, dass die Anlage heute relativ gut erhalten ist, denn er ließ bereits im 19. Jahrhundert Sicherungsarbeiten an der Burg vornehmen.

Die Zufahrt zur Henneburg liegt direkt in Stadtprozelten. An der Burg selbst gibt es einige Parkplätze. Man sollte sich für einen Besuch ruhig etwas mehr Zeit lassen, denn es gibt einiges zu entdecken. Zwei Türme können bestiegen werden und bieten eine brillante Aussicht auf die Umgebung. Besichtigung ganzjährig. Eintritt frei. 
 

Ansicht von Stadtprozelten


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